Neonaziangriff nach Fußballspiel in Wurzen

Was macht die sächsische Polizei, wenn mehrere dutzend Neonazis durch Wurzener Straßen ziehen? Richtig: sie konzentriert sich auf Antifaschisten. Was machen Neonazis, die wissen, dass sie unbeobachtet sind? Richtig: sie greifen an. So geschehen am 12.05.2019 nach dem Landesklassenspiel zwischen „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ und „Roter Stern Leipzig“.

Am Sonntagnachmittag kam es in Wurzen zu einem Angriff auf das Kultur- und Bürgerzentrum des „Netzwerk für demokratische Kultur e.V.“. Die etwa 30 Neonazis, welche teilweise vermummt waren, konnten geringen Sachschaden anrichten. Zuvor besuchten sie mit weiteren Neonazis das Spiel „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ gegen „Roter Stern Leipzig“ (RSL 99).

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Die Konterrevolution bei Tennis Borussia Berlin

Wer ist der Verein?

Seit der Mitgliederversammlung von Tennis Borussia Berlin treibt mich eine Frage um – wer ist der Verein. Oder wem gehört der Verein. Sofort würde man sagen: Den Fans! Immerhin reisen sie der Mannschaft hinterher, leisten ehrenamtliche Arbeit und bleiben auch in schweren Stunden. Die Mitgliederversammlung hat mir anderes gezeigt. Spieler, die den Fans ins Gesicht sagen, dass sie den Verein in 1-2 Jahren verlassen, stimmten dort ab. Manche ihrer Verwandten stimmten ab. Die Eltern von Jugendspielern, welche spätestens nach der A-Jugend den Verein verlassen stimmten ab. Und sie stimmten nicht nur ab, sie beleidigten diejenigen, die den Verein retteten, über Jahre den gesamten Vereinskörper stellten und am Ende von Jens „Dr. Frankenstein“ Redlich, ausgenommen und mit neuen fremden Organen ersetzt wurden. Ein plastischer Chirurg wird sein Übriges tun.

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Vier Jahre ist genug – #vorstandraus

Seit vier Jahren wird der Verein Tennis Borussia Berlin von Einzelpersonen geleitet, die diesen an die Wand fahren, dabei die Fanszene und verdiente Mitarbeiter bekämpfen, entlassen, bedrohen. Kommende Woche findet u.a. deswegen eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Die Fans haben eine mehrere Seiten umfassende Chronik veröffentlicht, die die Fehltritte sowie Meinungen von Ex-Trainern, Spielern, etc. der letzten vier Jahre beinhaltet:

15.02.2015 Rücktritt Roland Weißbarths als Vorstandsvorsitzender. Andreas Voigt übernimmt den Vorsitz, Stellvertreter bleibt Jörg Zimmermann. Neu im Gremium ist Spielerberater Christian Klingberg, Vertrauter des Unternehmers Ingo Volckmann (AGON Group).

20.02.2015 Verkündung eines Kooperationsvertrags mit Ingo Volckmann. Nur wenige Wochen später wird diese Verbindung stillschweigend wieder gelost. Klingberg tritt zurück, dafür rücken Leander Günsberg und Alexander Stolle nach. Auf Nachfrage begründet Voigt die Trennung im Nachhinein damit, dass TeBe ein basisgetragener Verein sei, ein zu dominanter Geldgeber vertrage sich deshalb nicht mit den Werten des Vereins. Tatsachlich jedoch hatte sich der Konflikt mit der „Volckmanngruppe“ nach deren Einstieg zu einem wesentlichen Teil an der Personalie Voigt entzündet.

19.03.2016 Gerüchte kursieren, der Verein habe sich mit den Verpflichtungen in der Winterpause finanziell übernommen. Andreas Voigt bezeichnet diese Gerüchte im Interview als „Märchen“.

10.04.2016 Einstieg Crunch Fit. Der bisherige Hauptsponsor Hotel SI macht Platz auf dem Trikot und wird Premiumsponsor.

11.07.2016 Die MV bestätigt die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Thorsten Eckert, Kevin Kühnert und Christian Gaebler im Amt und wählt zudem Franziska Becker (stellv. Vorsitzende), Martin Endemann und Franziska Hoffmann in das Gremium. In einer anschließenden Aufsichtsratssitzung werden die bisherigen Vorstandsmitglieder Jörg Zimmermann, Michael Scholich, Leander Günsberg und Alexander Stolle erneut in den Vorstand berufen. Den Vorsitz übernimmt der bisherige Stellvertreter Jörg Zimmermann. Der vormalige Vorsitzende Andreas Voigt scheidet aus dem Vorstand aus und wird hauptamtlicher Geschäftsführer.

12.2016 Nachdem die Macher des Films „God save TeBe“ angeboten hatten, dem Verein aus überschüssigen Crowdfunding-Geldern Fahnen für die verwaisten Masten hinter Block E zu spenden, herrscht im Vorstand Uneinigkeit über die Annahme des Geschenks. Eine der drei Fahnen soll im Hintergrund die Farben des Regenbogens tragen, weshalb Voigt und Zimmermann dagegen stimmen. Auf Wunsch des Vorstands wird die Entscheidung an die Mitgliederversammlung delegiert, die mit einer Mehrheit von 86 Prozent der Stimmen die Annahme der Spende sowie das Aufhängen u.a. der Regenbogenfahne zu den Heimspielen beschließt.

22.12.2016 Einer enttäuschenden Hinrunde und dem Aus im Landespokal folgt die Entlassung Daniel Volberts. Wie schon sein Vorgänger Schatte äußert er sich im FuWo-Interview enttäuscht über die Art und Weise der Entlassung und das Verhalten Voigts und Zimmermanns.

Winter 2016 Erneute Gerüchte über finanzielle Engpässe verdichten sich im Laufe der Winterpause.

05.03.2017 Völlig überraschend wird der geschlossene Rücktritt des bisherigen Vorstands verkündet. Der neue Vorstand besteht nunmehr aus nur noch drei Mitgliedern: Jörg Zimmermann, Michael Scholich und Jens Redlich. Letzterer ist neu im Gremium und zugleich dessen neuer Vorsitzender. Leander Günsberg als auch Alexander Stolle gehören auf Forderung Redlichs dem Gremium nicht mehr an. Im Bewusstsein der Abhängigkeit des Vereins von seinem Hauptgeldgeber fügen sich Günsberg, Stolle und der Aufsichtsrat dieser. Mit Alexander Stolle geht auch das Hotel SI als Sponsor mit von Bord.

13.03.2017 Informationsveranstaltung im Mommsencasino zur Erläuterung der personellen Veränderungen und der Situation des Vereins. Jens Redlich verkündet:

den Verein belaste ein Defizit in Höhe von über 100.000 Euro. Werde dieses nicht umgehend ausgeglichen, sei ein Insolvenzantrag zum 30. April unausweichlich.
er habe sich bereit erklärt, den Verein zu retten und die Etatlücke zu schließen. Aufgrund des fahrlässigen Handelns des bisherigen Vorstands beanspruche er als Hauptsponsor zukünftig die Kontrolle darüber, was mit seinem Geld geschehe. Deshalb habe er den Vorstandsvorsitz übernommen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Voigt und Zimmermann wolle er, gerade da sie die Existenz des Vereins auf Spiel gesetzt hatten, nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Es sei nun ihre Aufgabe, diese Fehler gutzumachen.
nachdem sich durch den bisherigen Vorstand auf mündliche Sponsorenzusagen verlassen worden war, werde ab sofort seriöses, nachvollziehbares Wirtschaften Einzug halten (Zitat: „Ich bin ein transparenter Mensch“).
der bisherige für den Bereich Sponsoring verantwortliche Vorstand habe versagt und sei aus diesem Grund nicht mehr im Vorstand vertreten. Der neue Vorstand werde die Sponsorenbasis des Klubs deutlich verbreitern, er selbst befände sich bereits in sehr vielversprechenden Verhandlungen.
für TeBe habe er sich entschieden, weil er als Jugendlicher selbst für den Verein gespielt und daher noch ein Herz für den Club habe.

17.03.2017 Auf der PK nach der Heimniederlage gegen Malchow am dritten Rückrundenspieltag ergreift Jens Redlich das Wort und erklärt die Saison für „beendet“. Die Schuld für das Scheitern läge nicht beim Trainer, sondern nur bei der Mannschaft, darum werde man sich zum Ende der Saison von dieser trennen, mit Ausnahme von drei bereits feststehenden Spielern. Es folgt eine komplett lustlose Rückrunde, die Mannschaft stürzt weiter in der Tabelle ab und verspielt die Chance, über die Relegation der Tabellenzweiten den Eierkuchen zu erreichen.

27.03.2017 Der Vorstand erklärt den Mitgliederbeschluss in Sachen Regenbogenfahne für nichtig. In der Begründung heißt es:

man sehe sich „wegen eines möglichen Verstoßes gegen übergeordnete Satzungsvorgaben“ derzeit nicht in der Lage, der „Empfehlung“ (!) der Mitgliederversammlung zu folgen.
„nach § I Absatz 9 der Satzung des Vereins sowie aber auch im Sinne der zwingenden Vorgaben aus den Allgemeinen Grundsätzen des DFB und des BFV ist der Verein der strikten Neutralität verpflichtet. Dies gilt nicht nur gegenüber parteipolitischen und religiösen Grundsatzfragen oder tagespolitischen Auseinandersetzungen, sondern auch in weltanschaulichen, ethnischen Fragen und Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der sexuellen Identität“.
es sei „die wesentliche Aufgabe des Vorstands als Handlungsorgan des Vereins, Schaden von dem Verein abzuwenden (!), die Satzung zu wahren und entsprechende Sorgfaltspflicht walten zu lassen.“

05.2017 Chantal Hoppe, die den Mädchenbereich in jahrelanger Pionierarbeit wiederaufgebaut hatte, kündigt frustriert über das komplette Desinteresse der Vereinsführung ihren Abschied zum Saisonende an. Ein Gespräch über die Zukunft des Bereiches verläuft extrem ernüchternd. In der Folge kehren sämtliche TrainerInnen und Spielerinnen dem Verein den Rücken, TeBe hat seinen kompletten Mädchenbereich verloren.

04.05.2017 Während es sportlich Punktverluste hagelt, tönt die Homepage: „Wir wollen nicht um den heißen Brei reden: Ein Sieg ist für TeBe also Pflicht – wollen wir uns nicht zum Gespött der Liga machen.“ TeBe verliert das Spiel beim abgeschlagenen, aber hochmotivierten Tabellenletzten in Frankfurt.

12.05.2017 TeBe vs. Brieselang. Nachdem der Vorstand die Umsetzung des Mitgliederbeschlusses unverändert massiv bekämpft, wird diese durch die Mitgliedschaft in die eigenen Hände genommen: Die Fahne wird erstmals gehisst. Der Verein kündigt an, zum nächsten Heimspiel einen professionellen Ordnungsdienst zu engagieren.

Die vereinseigenen Ordnungskräfte stellen in Folge des Konflikts sowie den Forderungen nach einem harten Durchgreifen gegen die Fans bis auf wenige Ausnahmen ihre Arbeit ein.

23.05.2017 Während der Mädchenbereich bereits nicht mehr existent ist, verkündet tebe.de: „Die Eichkampgirls rocken weiter.“

28.05.2017 Zum letzten Heimspiel vor der Sommerpause wird die Regenbogenfahne erneut gehisst. Der neue, professionelle Ordnungsdienst hat keine Chance, die Fahne wie angeordnet wieder abzuhängen, nachdem die Stadionbesucher einen schützenden Kreis um den Fahnenmast bilden.

29.05.2017 TBAF veröffentlicht eine Erklärung zur Bekämpfung des Mitgliederbeschlusses durch den Vorstand. Das mediale Interesse am Konflikt nimmt zu.

30.05.2017 Die BZ interviewt den Vorstandsvorsitzenden zum Konflikt. Dieser äußert: „Der Antrag, die Fahne hissen zu dürfen, der auf der Mitgliederversammlung 2016 gestellt wurde, hatte inhaltliche Fehler. Das haben wir der Abteilung auch sofort mitgeteilt. Alle Gesprächsangebote unsererseits an die Abteilung wurden abgelehnt. Und jetzt müssen wir uns öffentlich diffamieren lassen. Die wollen offenbar nicht mit uns reden.“ Außerdem: „Es gibt keine Kuh, die vom Eis geholt werden muss. Für mich ist die Abteilung Aktive Fans völlig uninteressant.“

Kevin Kühnert erklärt seinen Rücktritt aus dem Aufsichtsrat und Austritt aus dem Verein. Er äußert er sich bestürzt über das Vorgehen des Vereins hinsichtlich der Regenbogenfahne und darüber, dass der Verein sein Schicksal erneut in die Hände eines rücksichtslos agierenden Großsponsors begeben habe.

01.06.2017 Gert Liesegang äußert sich im Interview „sehr, sehr irritiert“ und verärgert über die völlig gegenstandslose Behauptung, die Verbandsregularien verböten ein Aufhängen der Regenbogenfahne: „Es geht nicht, dass die herumrennen und erzählen, der Verband verbietet uns dies und das. Das entbehrt jeglicher Grundlage“. Ihm fehle jegliches Verständnis dafür, wie sich der Verein gegenüber seiner Mitgliedschaft verhalte und eine vorbildliche Aktion bekämpfe.

02.06.2017 Der mediale Druck führt schließlich zum Einlenken des Vorstands in Sachen Regenbogenfahne. Jens Redlich versucht, das zerschlagene Porzellan mittels eines offenen Briefes zu kitten und erklärt: „Sowohl die Tradition und die Geschichte des Vereins, aber auch die Fanbase waren für mich ausschlaggebende Gründe, mich bei den Lila-Weißen einzubringen und den Verein tatkräftig zu unterstützen.“ Weiter: „Ungeachtet dieser positiven Meldungen und der guten, professionelleren Ausrichtung des Vereins – und an dieser Stelle kommt mein Verfehlen – habe ich den Verein nicht differenziert genug betrachtet und meine Priorität zu sehr auf den sportlichen Bereich fixiert. Folglich übersah ich, was den Verein Tennis Borussia Berlin und eben auch seine Fankultur ausmacht.“ Gegenüber dem Tagesspiel äußert Redlich, er habe den Streit nur geerbt, der Verein habe sich bei dem Thema „verrannt“.

Juni 2017 Das Verhältnis zwischen Oberligateam und Trainer ist seit Monaten völlig zerrüttet. Die Mannschaft nimmt den Trainer nicht ansatzweise ernst, die Trainingsbeteiligung ist katastrophal. Zum Saisonfinale in Wismar kann TeBe keine elf Spieler mehr aufbieten. TeBe II tritt während der letzten Spiele sogar mehrfach in deutlicher Unterzahl an, einige Male verliert man mangels ausreichender Spieleranzahl am grünen Tisch. Ganz Fußball-Berlin lacht über TeBe.

Sebastian Huke, als nicht mehr gut genug für die neuen TeBe-Ambitionen befunden, wird aussortiert. In Interviews äußert er sich schwer enttäuscht über das Verhalten Voigts und Zimmermanns. Damit steht er nicht allein, auffällig viele ehemalige Spieler kritisieren das nach ihren Schilderungen unseriöse und unehrliche Gebaren jener beiden Funktionsträger.

03.08.2017 Der beliebte einheitliche Ticketpreis für alle Bereiche des Mommsenstadions wird abgeschafft, die Preise für die Tribünenplätze massiv angehoben. Der finanzielle Benefit dieser Maßnahme geht aufgrund erhöhter Ordnungsdienstkosten gegen null.

Sommer 2017 Einstellung Kurt Sammüllers. Wenig später wird öffentlich, dass dieser in den sozialen Medien zahllose Seiten mit eindeutig rechtsradikalen Inhalten (es fände ein „Krieg gegen die weiße Rasse“ statt, Aufrufe zum Widerstand gegen die sog. „Umvolkung“ etc.) unterstützt. Entsprechende Hinweise an den Verein bleiben ohne Folgen.

Während der Sommerpause wird marktschreierisch eine „Kracher“-Verpflichtung nach der anderen vermeldet, das Ziel lautet Eierkuchen. Der einzige Profikader der Liga startet mit nur fünf Punkten aus den ersten fünf Partien in die Saison.

04.09.2017 Nachdem der Aufstiegszug so gut wie abgefahren scheint, wird Cemal Yildiz entlassen, Thomas Brdarić verpflichtet und der Jahresetat nachträglich nochmal massiv vergrößert.

28.11.2017 Eklat auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Erna Zehlendorf: Wutrede des Gästetrainers über aggressive Abwerbeversuche TeBes gegenüber Spielern der Ligakonkurrenz. Goalgetter Sebastian Huke habe in den Tagen und Stunden vor dem Spiel mehrere SMS-Nachrichten durch den Geschäftsführer erhalten, ebenfalls Hasan Gül. Auf Nachfrage der Fußball-Woche bestreitet der Vorstandsvorsitzende dies vehement, der wenige Meter danebenstehende Sebastian Huke zeigt daraufhin die entsprechenden Nachrichten. Auch andere Oberligisten wie Lichtenberg und Rathenow äußern sich wiederholt verärgert über derartiges Gebaren.

19.12.2017 Mitgliederversammlung im Mommsencasino. Unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung ereilt Jens Redlich ein Tobsuchtsanfall. Lautstark und für umstehende Mitglieder gut hörbar verkündet er, den sofortigen Rücktritt des gesamten Aufsichtsrats zu erwarten. Andernfalls werde er selbst noch vor der Versammlung zurücktreten. Auslöser der Drohung war, wie sich im Nachhinein rausstellen wird, der Wunsch des Aufsichtsrates, über die strategische Ausrichtung des Vereins informiert zu werden und Einsicht in Etatplanungen und Sponsoringverträge zu erhalten. Bis zur Eröffnung der MV hat sich die Lage wieder beruhigt, im Laufe der Versammlung wird der Streit nicht mehr thematisiert.

23.12.2017 TeBe geht weiterhin neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit und versucht, seinen Mitgliedern das Weihnachtsfest zu versüßen, indem man das Stockfoto einer leicht bekleideten Blondine postet. Praktischerweise hat man das Motiv einfach von der Crunch Fit-Seite übernommen. Ein Shitstorm folgt, das Bild wird kommentarlos wieder gelöscht.

13.02.2018 Im Vorfeld des Pokalachtelfinalspiels kommt es zum Streit mit Gegner Stern 1900. Streitpunkt sind die von TeBe veranschlagten Kosten für den Sicherheitsdienst und die hohen Eintrittspreise. Die Steglitzer monieren auf ihrer Homepage, dass mit TeBe keine Einigung möglich gewesen sei, TeBe entgegnet, dass auf Gesprächsangebote zu spät reagiert und entsprechende Fristen nicht gewahrt wurden. Nach der letzten Insolvenz TeBes hatten die Sterner 2011 bei ihrem Heimspiel 2 EUR je Zuschauer an TeBe gespendet.

24.02.2018 Entscheidende Niederlage gegen Rathenow. Unbekannte Gründe führen in Folge der Partie zum Rauswurf von Geschäftsführer Voigt – zumindest für drei Tage, dann ist Voigt wieder im Amt.

03.2018 Intensivierung der Fusionsbestrebungen mit dem BAK, zahlreiche Treffen mit Ali Han.

22.03.2018 Pokal-Viertelfinale gegen Tasmania. Da Thomas Brdarić erkrankt ist, verkündet Jens Redlich im Lila Kanal: „Nach einem intensiven Austausch und Rücksprache mit allen Beteiligten werde ich notwendiger Weise die Mannschaft in das Viertelfinale führen.“ Nach einigen verwunderten bis spöttischen Reaktionen rudert Redlich zurück und gibt an, lediglich gemeinsam mit Co-Trainer Friedrich „die klaren Vorgaben von Thomas Brdarić“ als verlängerter Arm umsetzen zu wollen. Dem auf die Diskussion im Lila Kanal aufmerksam gewordenen Tagesspiegel erklärt er nur „im Bereich Mannschaftskontakt und Kommunikation“ einzuspringen, „während Co-Trainer Armin Friedrich weiterhin für taktische Entscheidungen wie Ein- und Auswechslungen und Taktikwechsel sowie die Spielanalyse zuständig sein wird“. TeBe gewinnt das Spiel im Elfmeterschießen.

07.05.2018 Der Verein verkündet die Entlassung Steffen Friedes und legt diesem öffentlich schwere Verfehlungen zur Last. Vorstandsmitglied Michael Scholich ist nicht bereit, das mitzutragen und legt sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder.

Jens Redlich meldet sich im Fanforum in provozierendem Tonfall zu Wort und gibt bekannt, dass Geschäftsführer Andreas Voigt zusätzlich Vorstand Finanzen werde. Auf die Nachfrage, ob Voigt satzungsgemäß durch den AR bestellt worden sei, antwortet Redlich wahrheitswidrig mit „ja“.

08.05.2018 Auch die offizielle Bekanntgabe des neuen Vorstands via tebe.de erfolgt, obwohl der Aufsichtsrat Voigt weiterhin nicht bestellt hat.

10.05.2018 Trotz dieses satzungswidrigen Agierens ringt der Aufsichtsrat sich schlussendlich dazu durch, Voigt als kommissarisches Vorstandsmitglied zu berufen, knüpft dies allerdings an Bedingungen.

11.05.2018 Jugendpokalfinale im Poststadion. Der Staakener Anhang skandiert über eine Stunde lang homophobe und rassistische Gesänge, beschimpft TeBe-Jugendspieler rassistisch, überdies wird wiederholt der Hitlergruß gezeigt. Es kommt zum Handgemenge mit anderen Zuschauern, die später dem Umfeld der TeBe-Spieler zugeschrieben werden. TeBe-Offizielle sitzen nur wenige Meter entfernt, sind Augen- und Ohrenzeugen. Am gleichen Abend werden die Vorfälle von ebenfalls vor Ort gewesenen Fans im Forum detailliert geschildert. Jens Redlich fordert sie auf, „Ruhe zu bewahren“ und verspricht, die Geschehnisse „inhaltlich zu adressieren“.

12.05.2018 Am Folgetag erscheint auf der Vereinshomepage eine gemeinsame Stellungnahme von TeBe und dem SC Staaken: Beide Vereine distanzieren sich darin „uneingeschränkt von sämtlichen verbalen und körperlichen Ausschreitungen beider Fanlager“. Die rechtsradikalen Gesänge, die dem Handgemenge vorausgingen, das eskalierende Verhalten der Betreuer auf Staakener Seite sowie die ausgebliebene rechtzeitige Intervention des Veranstalters werden komplett unterschlagen. Verschiedene Medien beziehen sich unter anderem auf diese Meldung und stellen das Ganze als Auseinandersetzung durch „Brutalos beider Vereine“ dar.

19.05.2018 Nach der entscheidenden Niederlage in Zehlendorf gibt Jens Redlich die Trennung von Thomas Brdarić bekannt und suggeriert, dieser sei aufgrund höherklassiger Anfragen nicht zu halten gewesen. Zur Überraschung der Vereinsöffentlichkeit äußert Brdarić einige Tage später, dass er seine Arbeit gerne fortgesetzt hätte, von TeBe jedoch kein Angebot erhalten habe.

25.05.2018 TeBe erreicht die traurige Nachricht vom Tod Peter Eggerts, der als Spieler, Co-, Torwart- und Interimstrainer 40 Jahre lang für den Verein aktiv und wenige Tage zuvor noch zu Gast beim Auswärtsspiel in Zehlendorf war. Für eine entsprechende Meldung auf tebe.de kopiert der „Leiter Öffentlichkeitsarbeit“ lediglich die erste Zeile des Wikipedia-Eintrags und schreibt: „Peter Eggert war ein deutscher Fußballspieler der von 1963 bis 1977 für Tennis Borussia Berlin kickte.“ Mitglieder der Vereinsführung sind bei der Trauerfeier nicht anwesend.

27.05.2018 Redlich äußert sich im Lila Kanal zur Diskussion um Ab- und Zugänge: „An die 3-5 nicht inhaltlich behafteten Leute in diesem Kanal: Fangt an, substantiell etwas beizutragen oder beginnt zu schweigen! Feuer frei!“

28.05.2018 Nachdem die Fanabteilung auf ihrer Jahresversammlung beschlossen hatte, erstmals 75 % ihrer Mitgliedsbeiträge für die Abteilungsarbeit zu verwenden, teilt der Vorstand per Email nun knapp mit: „Liebe Sportsfreunde, auf Grund der finanziellen Notwendigkeiten benötigen wir die Beiträge für die Sicherung des Gesamtvereins. Leider können wir momentan keine Beitragsanteile für die Abteilung TBAF separat bereitstellen. Gerne kann laut Paragraph 5 unserer Satzung jede Abteilung selbstständig über gesonderte Beiträge entscheiden. Wir werden diesen Punkt weiterhin separat in einer erweiterten Vorstandssitzung erklären.“

Juni 2018 Jens Redlich wiederholt über verschiedene Medien seine Anschuldigungen gegen den entlassenen Geschäftsstellenleiter.

Sommer 2018 Wenige Wochen vor dem Saisonstart eröffnet Jens Redlich dem Leiter der Nachwuchsabteilung, Constantin Frost, dass dieser sich selbst um die Akquise des Jahresetats kümmern müsse und der Hauptsponsor kein Geld mehr für den Jugendbereich bereitstellen wird. Mit erheblichem Kraftaufwand und der Unterstützung von Spielereltern gelingt Constantin die Sicherstellung des Etats. Einige Wochen später wird er entlassen. Auf den Trikots der U17, U19 und U15 wirbt bis heute Crunch Fit.

Juli 2018 Die Stimmung innerhalb des Vereins ist auf dem Nullpunkt. Nachdem Jens Redlich der Fanabteilung die Verwendung ihrer Beiträge für die Abteilungsarbeit versagt hat, zögern die Fans, die Saisoneröffnungsfeier für den Vorstand zu organisieren. Dies lässt Redlich ein Komplott durch Martin Endemann (TBAF-Abteilungsleiter und Aufsichtsrat) vermuten. Redlich setzt Endemann per SMS und Mail ein Ultimatum für dessen Rücktritt aus dem Aufsichtsrat. Andernfalls werde der Vereinsvorstand geschlossen zurücktreten. Die Konflikte um Abteilungsbeiträge und Saisoneröffnungsfeier sowie das Ultimatum sind zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich und auch kein Thema im Fanforum.

27.07.2018 Infolge dieser Drohkulisse beugt sich Martin Endemann und tritt aus dem AR zurück.

28.07.2018 Aus für weite Teile der Vereinsöffentlichkeit heiterem Himmel kommt es zur Eskalation. Jens Redlich wütet im Lila Kanal gegen die Fans, beschimpft sie als „Opportunisten“ und verkündet: „Der Verein braucht euch nicht“. Ein Großteil der User ist irritiert und möchte wissen, was der Hintergrund dieser Attacke ist.

29.07.2018 Der Vorstand trägt den Konflikt weiter in die Öffentlichkeit und lanciert über fupa.de folgende Darstellung der Hintergründe: „In gemütlicher Atmosphäre soll die Mission Eierkuchen in die Regonalliga 2019 im „Fanladen Lachshirsch“ eingeleitet werden. Als die Antwort und Zusage der Fans wochenlang ohne Begründung ausbleibt, geht der Veilchen Chef in die Offensive. Wie er von einem Mitarbeiter der Geschäftsstelle erfährt, rät der Vorsitzende der aktiven Fans von Tennis Borussia (TBAF) Martin Endemann hinter seinem Rücken seine Mitgliedern von der Einladung zur Saisoneröffnung ab. Wochenlang lässt er das aber Jens Redlich nicht wissen.“

01.08.2018 TBAF bezieht Stellung zu den öffentlichen Angriffen Redlichs. Nachdem das Statement den Pöbeleien eine entschiedene, aber betont inhaltliche Darstellung ihrer Perspektive entgegensetzt, fehlen dem zuvor sehr mitteilungsfreudigen Jens Redlich offenbar die Argumente für eine sachliche Erwiderung, er zieht sich mit dem Tag der TBAF-Antwort auf seine Vorwürfe komplett aus dem Forum zurück.

02.08.2018 Die beiden Fanbeauftragten Johannes Blankenstein und Gerrit Aust legen in Folge des Konflikts gemeinsam ihr Amt nieder und geben in einer Stellungnahme an, dass eine Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorstand seit dem Rücktritt Michael Scholichs nicht mehr möglich war. Das Amt wird bis heute nicht neu besetzt.

13.08.2018 Anstelle einer Reaktion im Fanforum, wo Redlich den Konflikt öffentlich gemacht hatte und die Antwort des TBAF-Vorstands (s.o.) gepostet worden war, veröffentlicht der Verein nun auf seiner Internetpräsenz eine unter Federführung des Ältestenratsvorsitzenden verfasste sogenannte „Stellungnahme der Vereinsgremien“. Sie ist scharf maßregelnd, bleibt aber jeglichen inhaltlichen Bezug zu den Beschwerdepunkten schuldig. Schwammig werden das angebliche Öffentlichmachen interner Konflikte (sic!) sowie „ehrverletzende Äußerungen“ angeprangert, ohne konkret zu benennen, worin diese nach Auffassung „der Gremien“ bestehen. Über die Pöbeleien des Vorstandsvorsitzenden im Fanforum schweigt die Stellungnahme.

14.08.2018 Erst während der Folgetage stellt sich heraus, dass die „Stellungnahme der Vereinsgremien“ keineswegs im Namen aller verfasst wurde, die unter dieser aufgeführt sind. Franziska Becker fordert wiederholt, auch unter Androhung juristischer Schritte, die Tilgung ihres Namens unter der Erklärung, was durch Vorstand und Ältestenrat komplett ignoriert wird.

17.08.2018 Franziska legt in Konsequenz dessen drei Tage später ihr Amt als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende nieder und verlässt das Gremium. Erst danach wird ihr Name aus der Erklärung entfernt. Anstatt sich für die ungefragte Instrumentalisierung ihres Namens zu entschuldigen, wirft der Vorsitzende des Ältestenrats Becker schriftlich vor, sich „aus der Verantwortung zu stehlen“.

12.09.2018 Klaus Klisch-Leder tritt als Mitglied des Ältestenrates zurück und gibt an, mit seinen Bemühungen um die Schlichtung des Konflikts gescheitert zu sein. Die „Stellungnahme der Vereinsgremien“ hatte auch er nicht mitunterzeichnet.

07.10.2018 Beim Heimspiel gegen Hansa Rostock sehen sich die Fans massiven Schikanen durch den Ordnungsdienst ausgesetzt. So wird u. a. am Tor zur Gegengerade eine zweite Sicherheitskontrolle errichtet und Ordner patrouillieren inkognito in Block E. Vor dem Spiel wird dem jüngst zurückgetretenen Fanbeauftragten Johannes der Zutritt zum Raum gegenüber der Geschäftsstelle verweigert, der TBAF in den vergangenen Jahren zur Lagerung ihrer Fanmaterialen zur Verfügung stand. Nach dem Spiel muss die Herausgabe des Abteilungseigentums polizeilich erzwungen werden.

16.10.2018 Constantin Frost wird von der Leitung der Nachwuchsabteilung entbunden und erfährt davon über tebe.de.

17.11.2018 Michael Kubiak, Spieler der II. Herren und TeBe-Chefscout, wird bei Crunch Fit entlassen. Darüber hinaus schließt der Vorstand ihn aus dem Verein aus und erteilt ihm Stadionverbot. Der Vorfall wird bekannt, als Geschäftsführer Voigt das Stadionverbot beim Heimspiel wenige Tage später polizeilich umsetzen lässt. Eine Meldung zu den Gründen erfolgt nicht.

19.11.2018 Jens Redlich erklärt gegenüber den Gremien seinen Rücktritt. Durch Mitglieder des Vorstands und Ältestenrats wird er aufgefordert, die Entscheidung zu überdenken.

20.11.2018 Rücktritt vom Rücktritt. Jens Redlich erklärt, dass er den Verein jetzt nicht im Stich lassen und auf Bitten zahlreicher Mitglieder nun doch weitermachen werde. Die eingeleitete „Neustrukturierung des AR“ – gemeint sind offenbar die Rücktritte Kühnerts, Endemanns und Beckers – erklärt er für gescheitert und kündigt die Einstellung jeglicher Kommunikation mit dem Aufsichtsrat seitens des gesamten Vorstands an.

23.11.2018 Nachdem sich Steffen Friede erfolgreich gegen seine Entlassung zur Wehr gesetzt hat, wird der Verein gerichtlich verpflichtet, die rufschädigenden Vorwürfe öffentlich zu revidieren. Er setzt eine entsprechende Mitteilung auf die offizielle Homepage, datiert die Meldung jedoch so zurück, dass sie nicht auf der Startseite erscheint, sondern im Archiv verschwindet.

Obwohl von ursprünglich sechs gewählten Aufsichtsratsmitgliedern nur noch drei übrig sind, agiert das Gremium immer noch nicht nach Geschmack des Vorstands. Jens Redlich fordert daher nun auch Franziska Hoffmann zum Rücktritt auf.

03.12.2018 Vorladung Andreas Voigts zur Anhörung durch den AR, Thema soll die Nichterfüllung seiner Amtspflichten sein. Jens Redlich moniert, dass der AR die Vorladung nur an Voigt geschickt habe ohne andere Vereinsverantwortliche einzubeziehen, und erklärt, dass dieser zum Termin „natürlich“ nicht erscheinen werde. Zum besagten Anhörungstermin legt Voigt dann eine Krankmeldung vor.

Dezember 2018 Erstmals seit 2010 erscheint kein TeBe-Wandkalender. Die meisten der ehrenamtlichen FotografInnen haben im Laufe des letzten Jahres die Lust an TeBe verloren, Bildmaterial ist deshalb Mangelware.

07.12. 2018 Beim Spiel gegen Blau-Weiß 90 fällt der Gästeanhang auf der Tribüne durch rassistische und homophobe Gesänge auf, unter anderem wird das neonazistische „U-Bahn-Lied“ angestimmt. Jens Redlich befindet sich in direkter Nähe. Auf der anschließenden PK kritisiert er nicht etwa die Gesänge und Bierbecherwürfe der Blau-Weiß-Fans, sondern versichert den Offiziellen der Gäste freundschaftlich, beide Fanlager hätten sich in ihrem Verhalten „nichts genommen“.

10.12.2018 tebe.de veröffentlicht nun doch eine Verurteilung der homophoben und antisemitischen Gesänge.

11.12.2018 tebe.de verkündet vier neue kommissarische Aufsichtsratsmitglieder. Bis auf Detlev Fricke sind diese der Vereinsöffentlichkeit komplett unbekannt. Einer derjenigen, die Jens Redlich fortan kontrollieren sollen, ist mit Alexander Neuhaus ein Angestellter im Unternehmen des Vorstandsvorsitzenden. Berufen wurden die vier Neumitglieder tebe.de zufolge durch den Ältestenrat, dem laut Satzung jedoch bloß ein Vorschlagsrecht zusteht.

13.12.2018 Sämtlichen bisherigen Administratoren und Fotografen werden ohne Vorankündigung ihre Zugangsberechtigungen für tebe.de und die Social-Media-Kanäle (youTube, Instagram, Facebook, twitter, flickr) entzogen. Die Passwörter aller @tebe.de-Mailadressen werden zurückgesetzt und nur zum Teil, Stunden später und auf Nachfrage neu verschickt.

14.12.2018 Nachdem der Verein entgegen der Empfehlung des Aufsichtsrats und trotz des Hinweises, dass dieser mit dem angekündigten Rücktritt Torsten Eckerts zum 15. Dezember nicht mehr beschlussfähig sein wird, 2018 darauf verzichten möchte, die turnusmäßige Mitgliederversammlung abzuhalten, wird mithilfe der Unterschriften von hundert TeBe-Mitgliedern eine außerordentliche MV beantragt und somit erzwungen.

15.12.2018 Ausscheiden Torsten Eckerts aus dem AR. Auch dieser hatte die sogenannte „Erklärung der Gremien“ vom 13. August nicht mitbeschlossen.

18.12.2018 Der Verein vermeldet die Vorverlegung der für März geplanten ordentlichen Mitgliederversammlung und kündigt gleichzeitig die Einberufung der außerordentlichen Mitgliederversammlung an. Damit solle dem Antrag der Fanabteilung entsprochen und Unruhe im Verein entgegengetreten werden.

Am gleichen Tag veröffentlicht der Verein aber ein erneutes Pamphlet aus diffusen Vorwürfen an die Adresse der Fanabteilung. Unter der Überschrift „Erklärung des Ältestenrats, der kommissarischen Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands“ verwahrt sich der Verein nebulös gegen angebliche „Verunglimpfungen und Falschinformationen“. Erneut bleibt man jegliche Erläuterung schuldig, worin diese konkret bestehen sollen. Es wird auf Paragraph 4 der Satzung verwiesen, gemäß welchem jedes Mitglied verpflichtet sei „die Ehre und das Ansehen des Vereins im Sportbetrieb und in der Öffentlichkeit zu wahren“. Auch die Presse mit ihren „verunglimpfenden und einseitig strukturierten Artikeln“ wird als Feind des Vereinsfriedens ausgemacht.

Christian Gaebler äußert sich[/b] in den Facebook-Kommentaren zur angeblichen Berufung neuer Aufsichtsratsmitglieder: „Aufgrund von Nachfragen weise ich darauf hin, dass es kein neues Gremium „kommissarische Aufsichtsratsmitglieder“ gibt und dass das Gremium Aufsichtsrat und die von der Mitgliederversammlung gewählten Mitglieder mit dieser Erklärung nicht befasst waren und sie ihnen auch nicht vorgelegt wurde für eine mögliche Unterstützung.“

Julian Schneider, Schiedsrichter für Tennis Borussia, beschreibt die Situation im Verein als unerträglich und kündigt unter dem entsprechenden Facebook-Beitrag an, sich einen neuen Verein zu suchen.

Januar 2019 Der Vorstand agiert mittlerweile vollständig autark. Dem Aufsichtsrat verweigert er die Einsicht in Mitgliederlisten oder neu geschlossene Verträge, Mails werden nicht mehr beantwortet. Das Türschloss der Geschäftsstelle wird ausgetauscht und durch ein Transponder-System ersetzt.

08.01.2019 Torwarttrainer Philip Fahrendorff, der das Mitgliederbegehren unterstützt hatte, wird mit sofortiger Wirkung und ohne Angabe von Gründen entlassen. U17-Headcoach Andreas Kerwin, dem Ähnliches angedroht worden war, darf bis zum Saisonende bleiben. Nach Beschwerden durch Spielereltern wird die Entlassung Fahrendorffs einige Tage später revidiert.

Jahresrückblick 2018

Das Jahr 2018 endet. Alle schauen zurück, was war dieses Jahr so los und auch ich komme da nicht drumherum. Jemand sagte mir zum Jahresende hin: „Du bist über 30, wie oft kannst du noch sagen, dass hast du zum ersten Mal in deinem Leben gemacht oder erlebt?“. Rückblickend betrachtet gab es dieses Jahr viele erste Male. Es war ein aufregendes und anstrengendes Jahr. Wenn Ihr Lust habt, nehme ich Euch für ein paar Minuten mit auf meine persönliche Reise durch das Jahr 2018.

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Berliner Senat bestätigt Einsatz der BFE+ und eines schussbereiten MG bei Demonstration

Am 03.10.2018 marschierten mehr als 1.500 Rechte in der Berliner Innenstadt. Aufgerufen zum „Tag der Nation 2018“ hatte der rechte Verein „Wir für Deutschland“ (WfD). Abgesichert wurde die Veranstaltung von hunderten Einsatzkräften, darunter BFE+, sowie technischer Mittel wie einem Sonderwagen 4 mit Maschinengewehraufsatz. Der Berliner Senat bestätigte nun im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordentenbüros RigoRosa beides im Rahmen der Demonstration.

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1 Jahr G20 – das Schweigen brechen

Vor einem Jahr fand der G20-Gipfel in Hamburg statt. Er war der Anlass für Proteste und Ausschreitungen. Für mich persönlich endete der Gipfel bereits Freitagnacht während großen Ausschreitungen vom Schulterblatt. Gegen 21:30 Uhr begann ein siebentägiger internationaler Shitstorm gegen mich, iniitiert von US-Amerikanischen Rechten. Das Finale waren Hetze, öffentliche Outings, Morddrohungen, Solidarität, aber auch ein großes Schweigen. Bislang gab es nur wenige Menschen, die mich direkt fragten, wie ich die Zeit erlebte. Besonders in der Zeit nach dem Gipfel wurde nur über und nicht mit mir gesprochen. Lange hatte ich überlegt, ob ich mich äußern sollte, doch seit einem Jahr ist das Arbeiten nicht mehr wie vorher. Es vergeht keine Woche, in der Rechte mich nicht wissen lassen, dass der G20-Gipfel mich mein Leben lang wohl begleiten wird.

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Kleine Anfrage bringt kleine Irritation

Am 03.03.2018 fand ein rassistischer Großaufmarsch in Berlin statt, zu dem es nun durch die Linksfraktionsabgeordneten Anne Helm, Niklas Schrader und Hakan Tas eine parlamentarische Anfrage gab. In der Anfrage geht es um das Auftreten der Polizei sowie die Zusammensetzung des rechten Aufmarsches.

HoGeSa in Berlin?

Laut der Senatsantwort stammten die Teilnehmer überwiegend nicht aus Berlin, ebenso wie die Redner. So fanden sich auf der Bühne neben Einzelpersonen auch Aktivisten der „Thügida“ und der „Pegida Wien“. Hinter der Organisierung der Demonstration steht der Berliner Verein „Wir für Deutschland“. Dieser stammt laut der Senatsantwort aus dem „Berliner HoGeSa-Spektrum“.

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