Neonaziangriff nach Fußballspiel in Wurzen

Was macht die sächsische Polizei, wenn mehrere dutzend Neonazis durch Wurzener Straßen ziehen? Richtig: sie konzentriert sich auf Antifaschisten. Was machen Neonazis, die wissen, dass sie unbeobachtet sind? Richtig: sie greifen an. So geschehen am 12.05.2019 nach dem Landesklassenspiel zwischen „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ und „Roter Stern Leipzig“.

Am Sonntagnachmittag kam es in Wurzen zu einem Angriff auf das Kultur- und Bürgerzentrum des „Netzwerk für demokratische Kultur e.V.“. Die etwa 30 Neonazis, welche teilweise vermummt waren, konnten geringen Sachschaden anrichten. Zuvor besuchten sie mit weiteren Neonazis das Spiel „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ gegen „Roter Stern Leipzig“ (RSL 99).

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„No-Groko“-Demonstration in Berlin

Mein letzter rechter Aufmarsch in Berlin liegt bereits über ein Jahr zurück. Es war der 100. Bärgida-Marsch im November 2016. Zeit also mal wieder in Berlin nach dem Rechten zu sehen. Angekündigt ist ein Aufmarsch gegen die neue Große Koalition. Anmelder sind Enrico Stubbe und seine Gang, die sonst die großen „Merkel muss weg“-Demonstrationen organisierten und ab jetzt Bärgida montags spalten. Bei nur noch 20-40 Teilnehmenden wirkt dies sehr clever.

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Bleib doch wo der Pfeffer wächst

Nicht erst seit dem letzten Album von Feine Sahne Fischfilet „Gehen oder Bleiben“ ist das Thema „Raus aus dem Dorf, rein in die Großstadt“ ein Streitthema unter radikalen Linken. Nach dem ich letzte Woche meine Titelbild auf Facebook aktualisierte, entbrannte wieder eine kleine Diskussion. Ich finde es erschreckend, mit welchen Argumentationsmustern die (politische) Landflucht begründet wird. Hätte wenigstens einer gesagt, er will den Volkstod auf dem Lande unterstützen oder wahlweise den Genpool verringern – ich hätte lachen und/oder nicken können.

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Neue Kräfte bei Oranienburgs Abendspaziergänge

Am Jahrestag der rassistischen Abendspaziergänge in Oranienburg war nichts wie vorher. Am Aufzug beteiligten sich nur noch etwa 170 Personen, unter ihnen NPD-Funktionäre aus der Kreis- und Stadtebene. Am Rande kam es zu Zwischenfällen, als Demonstranten und Gegendemonstranten aufeinandertrafen.

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Rechte Straftaten werden belohnt? Das Erste-Mai-Wochenende in Thüringen

Rund um den 1. Mai lud die antifaschistische Szene von Thüringen gemeinsam zum „Antifa Action Weekend“ nach Saalfeld und Erfurt. Eine antifaschistische Vorabenddemo und drei Neonaziaufmärsche standen auf dem Plan. Der 1. Mai von Saalfeld wird noch vielen in Erinnerung bleiben.

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