Neonaziangriff nach Fußballspiel in Wurzen

Was macht die sächsische Polizei, wenn mehrere dutzend Neonazis durch Wurzener Straßen ziehen? Richtig: sie konzentriert sich auf Antifaschisten. Was machen Neonazis, die wissen, dass sie unbeobachtet sind? Richtig: sie greifen an. So geschehen am 12.05.2019 nach dem Landesklassenspiel zwischen „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ und „Roter Stern Leipzig“.

Am Sonntagnachmittag kam es in Wurzen zu einem Angriff auf das Kultur- und Bürgerzentrum des „Netzwerk für demokratische Kultur e.V.“. Die etwa 30 Neonazis, welche teilweise vermummt waren, konnten geringen Sachschaden anrichten. Zuvor besuchten sie mit weiteren Neonazis das Spiel „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ gegen „Roter Stern Leipzig“ (RSL 99).

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Die Konterrevolution bei Tennis Borussia Berlin

Wer ist der Verein?

Seit der Mitgliederversammlung von Tennis Borussia Berlin treibt mich eine Frage um – wer ist der Verein. Oder wem gehört der Verein. Sofort würde man sagen: Den Fans! Immerhin reisen sie der Mannschaft hinterher, leisten ehrenamtliche Arbeit und bleiben auch in schweren Stunden. Die Mitgliederversammlung hat mir anderes gezeigt. Spieler, die den Fans ins Gesicht sagen, dass sie den Verein in 1-2 Jahren verlassen, stimmten dort ab. Manche ihrer Verwandten stimmten ab. Die Eltern von Jugendspielern, welche spätestens nach der A-Jugend den Verein verlassen stimmten ab. Und sie stimmten nicht nur ab, sie beleidigten diejenigen, die den Verein retteten, über Jahre den gesamten Vereinskörper stellten und am Ende von Jens „Dr. Frankenstein“ Redlich, ausgenommen und mit neuen fremden Organen ersetzt wurden. Ein plastischer Chirurg wird sein Übriges tun.

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Vier Jahre ist genug – #vorstandraus

Seit vier Jahren wird der Verein Tennis Borussia Berlin von Einzelpersonen geleitet, die diesen an die Wand fahren, dabei die Fanszene und verdiente Mitarbeiter bekämpfen, entlassen, bedrohen. Kommende Woche findet u.a. deswegen eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Die Fans haben eine mehrere Seiten umfassende Chronik veröffentlicht, die die Fehltritte sowie Meinungen von Ex-Trainern, Spielern, etc. der letzten vier Jahre beinhaltet:

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Jahresrückblick 2018

Das Jahr 2018 endet. Alle schauen zurück, was war dieses Jahr so los und auch ich komme da nicht drumherum. Jemand sagte mir zum Jahresende hin: „Du bist über 30, wie oft kannst du noch sagen, dass hast du zum ersten Mal in deinem Leben gemacht oder erlebt?“. Rückblickend betrachtet gab es dieses Jahr viele erste Male. Es war ein aufregendes und anstrengendes Jahr. Wenn Ihr Lust habt, nehme ich Euch für ein paar Minuten mit auf meine persönliche Reise durch das Jahr 2018.

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Berliner Senat bestätigt Einsatz der BFE+ und eines schussbereiten MG bei Demonstration

Am 03.10.2018 marschierten mehr als 1.500 Rechte in der Berliner Innenstadt. Aufgerufen zum „Tag der Nation 2018“ hatte der rechte Verein „Wir für Deutschland“ (WfD). Abgesichert wurde die Veranstaltung von hunderten Einsatzkräften, darunter BFE+, sowie technischer Mittel wie einem Sonderwagen 4 mit Maschinengewehraufsatz. Der Berliner Senat bestätigte nun im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordentenbüros RigoRosa beides im Rahmen der Demonstration.

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1 Jahr G20 – das Schweigen brechen

Vor einem Jahr fand der G20-Gipfel in Hamburg statt. Er war der Anlass für Proteste und Ausschreitungen. Für mich persönlich endete der Gipfel bereits Freitagnacht während großen Ausschreitungen vom Schulterblatt. Gegen 21:30 Uhr begann ein siebentägiger internationaler Shitstorm gegen mich, iniitiert von US-Amerikanischen Rechten. Das Finale waren Hetze, öffentliche Outings, Morddrohungen, Solidarität, aber auch ein großes Schweigen. Bislang gab es nur wenige Menschen, die mich direkt fragten, wie ich die Zeit erlebte. Besonders in der Zeit nach dem Gipfel wurde nur über und nicht mit mir gesprochen. Lange hatte ich überlegt, ob ich mich äußern sollte, doch seit einem Jahr ist das Arbeiten nicht mehr wie vorher. Es vergeht keine Woche, in der Rechte mich nicht wissen lassen, dass der G20-Gipfel mich mein Leben lang wohl begleiten wird.

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Kleine Anfrage bringt kleine Irritation

Am 03.03.2018 fand ein rassistischer Großaufmarsch in Berlin statt, zu dem es nun durch die Linksfraktionsabgeordneten Anne Helm, Niklas Schrader und Hakan Tas eine parlamentarische Anfrage gab. In der Anfrage geht es um das Auftreten der Polizei sowie die Zusammensetzung des rechten Aufmarsches.

HoGeSa in Berlin?

Laut der Senatsantwort stammten die Teilnehmer überwiegend nicht aus Berlin, ebenso wie die Redner. So fanden sich auf der Bühne neben Einzelpersonen auch Aktivisten der „Thügida“ und der „Pegida Wien“. Hinter der Organisierung der Demonstration steht der Berliner Verein „Wir für Deutschland“. Dieser stammt laut der Senatsantwort aus dem „Berliner HoGeSa-Spektrum“.

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