Vereinsräume und Sportvereine als Teil rechter Strukturen

Sport lebt oftmals von Kameradschaft, Pathos, Konkurrenzkampf und Identifikation mit einem Ort oder Farben. Idealer Nährboden auch für Neonazis. Dabei beschränkt sich deren Engagement nicht nur auf die Fankurven beim Fußball. Gerade in den eher dörflichen Gebieten und Kleinstädten drängen Neonazis in die Vereinsstrukturen. Dort wollen sie Akzeptanz für ihre Positionen gewinnen oder zumindest Empathie erhalten, wenn sie sich um den lokalen Sportverein liebevoll und aufopferungsvoll kümmern. Gleichzeitig geht es ihnen auch um die gesamte Struktur, auch Räumlichkeiten. Seit einigen Jahren ist es dies bezüglich stiller geworden. Sportverbände, gerade in Ostdeutschland arbeiten eng mit Sicherheitsbehörden, Mobilen Beratungsstellen und Zivilgesellschaft zusammen. Doch dies war ein langer schwerer Schritt.

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Neonaziangriff nach Fußballspiel in Wurzen

Was macht die sächsische Polizei, wenn mehrere dutzend Neonazis durch Wurzener Straßen ziehen? Richtig: sie konzentriert sich auf Antifaschisten. Was machen Neonazis, die wissen, dass sie unbeobachtet sind? Richtig: sie greifen an. So geschehen am 12.05.2019 nach dem Landesklassenspiel zwischen „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ und „Roter Stern Leipzig“.

Am Sonntagnachmittag kam es in Wurzen zu einem Angriff auf das Kultur- und Bürgerzentrum des „Netzwerk für demokratische Kultur e.V.“. Die etwa 30 Neonazis, welche teilweise vermummt waren, konnten geringen Sachschaden anrichten. Zuvor besuchten sie mit weiteren Neonazis das Spiel „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ gegen „Roter Stern Leipzig“ (RSL 99).

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