Dieser Weg… wird kein Leichter sein – MV ist Patriotenarm

Es sollte der Hammer werden. Ein Zeichen setzen. Aussteiger aus der MVgida machten einen neuen Klub auf: „MV.Patrioten“. Am Ostermontag trafen sie sich zum ersten Spaziergang in Stralsund. Es folgten dem Aufruf grandiose 13 Personen. Die Veranstaltung wurde vor Ort abgesagt.

Der Hammer der MV.Patrioten © Screenshot

Mit Spannung warteten Beobachter der Rechten Szene in Mecklenburg-Vorpommern auf das neue Projekt von Enrico Naumann. Dieser hatte mit Sven Ozorowski erst Mvgida-Abendspaziergänge angemeldet, vor kurzen allerdings wegen der „Unterwanderung“ durch Neonazis das Mvgida-Orgateam verlassen und die „MV.Patrioten“ gegründet. Bereits Anfang April schrieb ein Admin auf deren Facebook-Seite:

Ostermontag wird der Hammer! Ich würde sagen wir werden in Deutschland ein Zeichen setzen !!!!!! Die Politiker und Polizei sollten uns nie unterschätzen. Wir sind das Volk!!!!!!!

10 der Kämpfer. In der Mitte mit Heller Jacke, Anmelder Enrico Naumann © Moritz Werthschulte https://www.facebook.com/photographmw

Immerhin 13 Patrioten folgten am Ostermontag dem Aufruf. Selbst in Stralsund ist man damit aber bei weitem nicht als Volk zu verstehen. Jegliche gesellschaftliche Randgruppen dürften eine größere Community vorweisen können, als die selbsternannten MV.Patrioten. Es gab erneut keine koordinierte Gegenkundgebung – brauchte es auch nicht. Wie in der Woche zuvor versammelten sich wenige Antifaschisten vor Ort und konnten so zum ersten Mal an einem Montag zahlenmäßig den Rechten Kräften überbieten.

Mobischwäche © Screenshot

Bei der Werbung zur Veranstaltung half auch nicht, dass man angab mit Lutz Bachmann und der Pegida per du zu sein und als offizieller Ableger zu gelten. Bis zu Veranstaltungsbeginn wollten nur 8 Personen teilnehmen. Auch die 100 Likes Überschritt die Seite erst nach dem Desaster vom Sund. Bisher erfolgte auch keine übliche Nachberichterstattung.

Offizieller Ableger? © Screenshot

Einzig ein Video zeigt noch mal die 13 wackeren Osterspaziergänger. In dem Video wird mit Verschwörungstheorien die Chronik der Mvgida-Märsche erläutert. Der Niedergang hätte nur stattgefunden aufgrund der „Unterwanderung“ von Rechts und den durch die Lügenpresse geforderten Distanzierungen von Neonazis heißt es da. MVgida würde somit das selbe Schicksal erleiden, wie den Friedensmahnwachen 2014.

Die vereinigte Lügenpresse © Screenshot

Es gibt Hinweise, wonach Enrico Naumann und seine getreuen Patrioten aus dem ehemaligen Südschweden auch weiterhin am Sund die Stimme des Volkes wiedergeben wollen. Dabei ist die Frage, inwiefern sie sich mit MVgida behindern werden. Diese „Bewegung“ mit immerhin mehr als 100 Teilnehmern will kommenden Montag in der Landeshauptstadt aufmarschieren, nachdem sie diese Woche pausierten. Ähnlich euphorisch wie die MV.Patrioten vor einigen Tagen heißt es dort zur Zukunft: „Für die Woche danach haben wir uns auch etwas Besonderes ausgedacht.“ Gemeint ist ein Stadtwechsel – erneut. Es soll sich dabei nicht um Rostock, Stralsund oder Schwerin handeln, sondern um einen neuen Ort. Vorher befragten die Seitenadmins basisdemokratisch ihre etwa 6.000 Sympathisanten zu dem Thema. Doch die Basis begehrt dennoch gegen die neue Führung auf. Immer mehr fordern Mitspracherecht, einen Stammtisch und das die Orga von MVgida sich vorstellt und offen präsentiert.

Spaltung in der MVgida © Screenshot

Die kommenden Wochen in Mecklenburg-Vorpommern bleiben also spannend. Und das kurz vor den Traditionsmärschen am 01.05. in Neubrandenburg und dem 08.05. in Demmin, wo mehrere hundert Neonazis erwartet werden.

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