Krise bei HoGeSa-Berlin nach Verrat an Neonaziszene und Angriff auf Journalisten

Um den Anführer der Berliner HoGeSa-Sektion Enrico Schottstädt und seine Mannen wird es langsam ungemütlich, man steht kurz vor der Isolierung. Sowohl bei organisierten Neonazis wie auch bei Baergida ist man inzwischen nicht mehr über die Teilnahme der saufenden Hools erfreut.

Bereits vor kurzem beleuchtete ich die Vernetzung des Berliner Neonazis Enrico Schottstädt. Er reagierte dementsprechend. Ein Foto mit ihm unter einer Hakenkreuzfahne im Social-Network Facebook ist mittlerweile ebenso verschwunden wie die Seite des „Bündnis Deutscher Hools (B.D.H.)“. Dafür gibt es Hinweise, wonach die Clique um Schottstädt sich in der Berliner Neonaziszene ins Abseits schießt.

Erklärung der Seite „Kein Asylanten- Containerdorf in Falkenberg“ © Screenshot

Erklärung der Seite „Kein Asylanten- Containerdorf in Falkenberg“ © Screenshot

Anfangs unterstützte die HoGeSa-Berlin die rassistischen „Bürger“-Proteste in den Bezirken Marzahn und Hohenschönhausen. In Hohenschönhausen distanziert man sich inzwischen von der sogenannten „Kinder-HoGeSa“. So wird kritisiert, die Hooligans seien „stets unaufrichtig und zeigen sich mehr dem Alkohol als unseren nationalen Sorgen und Nöte zugewandt“. Auch soll ein Aktivist der HoGeSa „der Antifa die nötigen Argumente“ geliefert haben. Welche Argumente im konkreten gemeint sind und um welchen Aktivisten, der als „Verräter“ bezeichnet wird, es sich handelt, lassen die Organisatoren rund um den Lichtenberg-NPD-Aktivisten Jens I. offen.

Parallel zur rassistischen Demonstrationskultur der Berliner Neonaziszene entwickelte sich die Baergida als Berliner Ableger der Pegida. Schottstädts neues Label B.D.H. mobilisierte zu diesen „Spaziergängen“ und gab dort mit mehr als einem Dutzend Teilnehmern den Ton an. Am gestrigen Montag dürften aber auch hier die Hools in Ungnade gefallen sein. Bei einem Angriff auf einen Journalisten wurde einer der Hools festgenommen. In einem Video (Das Video ist derzeit nicht verfügbar) des angegriffenen Journalisten ist zu sehen, wie ein Ordner der Baergida vergeblich versucht den Angreifer aufzuhalten. Auch wenn sich Baergida insgeheim mit den Schlägern solidarisiert, dürfte ein gewalttätiges Auftreten nicht in das Konzept der Bürgerbewegung fallen.

Nun bleibt Schottstädts Mannen nur noch, eigene Demonstrationen zu organisieren. Versucht hatten sie es bereits im Dezember 2014. Allerdings war ihnen bei der Anmeldung ein Fehler unterlaufen. Unter „Ahu, Ahu, Ahu“-Rufen musste ein Redner, welcher vermutlich Schottstädt war, zugeben, dass sie nur eine Kundgebung und keine Demonstration angemeldet hätten. Schon damals kündigte der Redner an: „Wir haben für das nächste Mal gelernt!“

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